Verschmutzung der Wohnung durch Katzen

In diesem Bereich:
Unreinheit
Gründe, warum Katzen ihr Geschäft außerhalb der Katzentoilette verrichten
Liegt vielleicht ein medizinisches Problem vor?
Kümmern Sie sich ums Geschäft
Lösungen für Probleme mit der Katzentoilette
Markieren: Das ist mein Revier!
Streuner und Nachbarkatzen
Was Sie vermeiden sollten
Verschmutzung der Wohnung durch Katzen
Es kann sehr frustrierend für einen Katzenbesitzer sein, mit einem wunderbaren Tier zusammenzuleben, das nur leider nicht den Weg zur Katzentoilette findet. Es gibt viele Gründe, warum eine Katze die Katzentoilette nicht benutzt. Wenn Sie ruhig und rational nach der Ursache suchen und das Problem beheben, haben Sie gute Erfolgschancen.
Unreinheit
Als Unreinheit bezeichnet man das Koten oder Urinieren auf eine waagerechte Fläche außerhalb der Katzentoilette. Dies kommt häufig vor, wenn die Katze die Katzentoilette aus irgendeinem Grund als unangenehm empfindet. Es ist äußerst wichtig, die genaue Ursache dafür zu finden. Gehen Sie dabei sorgfältig vor. Überlegen Sie, ob es zu dem Zeitpunkt, ab dem das Problem auftrat, irgendwelche Veränderungen gab, die ursächlich sein könnten.
Gründe, warum Katzen ihr Geschäft außerhalb der Katzentoilette verrichten
- Medizinische Probleme (Blasenentzündung, Darmprobleme, Verstopfung)
- Die Katzentoilette wird nicht oft genug gereinigt.
- Die Katze mag die verwendete Katzenstreu (Beschaffenheit oder Geruch) nicht.
- Die Katzentoilette befindet sich an einem Ort, an dem viel Unruhe herrscht.
- Die Katze wurde in der Nähe der Katzentoilette geärgert oder erschreckt.
- Die Katzentoilette befindet sich zu dicht am Futternapf.
- Ängste (lange Abwesenheit des Eigentümers, Bestrafung, neue Haustiere, neues Baby)
Liegt vielleicht ein medizinisches Problem vor?
Eine Vielzahl medizinischer Probleme kann zur Verschmutzung von Wohnungen führen. Wenn ein zugrunde liegendes medizinisches Problem nicht diagnostiziert und behoben wird, scheitern alle Versuche, die Katze wieder an die Katzentoilette heranzuführen.
Mögliche Symptome:
- Häufigeres Urinieren
- Ausscheiden großer Urinmengen
- Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Ausscheiden
- Blut im Urin
- Durchfall oder Verstopfung
Kümmern Sie sich ums Geschäft
Machen Sie die Ursache des Problems ausfindig und beheben Sie sie. Bei der Behebung unerwünschten Verschmutzungsverhaltens müssen Sie drei wichtige Punkte berücksichtigen:
- Beheben Sie die Ursache.
- Gewöhnen Sie die Katze wieder an die Nutzung der Katzentoilette.
- Verhindern Sie, dass die Katze an zuvor verschmutzte Orte zurückkehren kann.
Lösungen für Probleme mit der Katzentoilette
- Kümmern Sie sich sofort um das Problem!
- Reinigen Sie die Katzentoilette häufiger.
- Wenn Ihre Katze scheu ist, platzieren Sie die Katzentoilette an einem ruhigeren Ort.
- In Haushalten mit mehreren Katzen kann es auch hilfreich sein, jeder Katze eine eigene Katzentoilette zur Verfügung zu stellen.
- Sperren Sie die Katze zusammen mit der Katzentoilette in einem kleinen Raum, beispielsweise dem Badezimmer, ein. Die meisten Katzen entleeren sich lieber in die Katzentoilette als auf den Boden. Sie müssen die Katze nur lange genug einsperren, damit sie eine entsprechende Gewohnheit entwickeln kann.
- Lassen Sie Ihre Katze nur aus dem Zimmer heraus, wenn Sie sie ständig überwachen können.
- Wenn die Katze die Katzentoilette eine bis vier Wochen lang benutzt hat, können Sie ihr nach und nach mehr Bewegungsfreiheit zugestehen. Denken Sie daran, während der Zeit des Einsperrens regelmäßig mit Ihrer Katze zu spielen und sich um sie zu kümmern. Lassen Sie sie regelmäßig aus dem Zimmer heraus, beobachten Sie sie dabei jedoch genau.
- Probieren Sie verschiedene Sorten Katzenstreu aus, um die Sorte zu finden, die Ihre Katze am liebsten mag. Verwenden Sie am besten auch unterschiedliche Boxen, statt die verschiedenen Streus in derselben Box auszuprobieren.
- Einige Katzen bevorzugen Sand, gemischt mit ein paar Handvoll Erde. Wenn dies der Fall ist, können Sie die Sandmischung nach einigen Wochen nach und nach durch Katzenstreu ersetzen.
- Es ist wichtig, den Geruch aus betroffenen Bereichen zu entfernen. Verwenden Sie ein gutes Produkt, das speziell für den Geruch von Katzenkot und -urin entwickelt wurde. Die meisten Produkte müssen mit dem Urin bzw. dem Kot in Kontakt kommen. Verwenden Sie sie entsprechend den Herstelleranweisungen.
- Damit die Produkte auf Teppichboden oder porösen Oberflächen Wirkung zeigen, müssen Sie sie unter Umständen nicht nur aufsprühen, sondern großzügig auftragen. Wenn nichts anderes verfügbar ist, können Sie mit einer Mischung, die zur Hälfte aus weißem Essig und zur anderen Hälfte aus warmem Wasser besteht, ebenfalls das gewünschte Ergebnis erreichen.
- Schützen Sie zuvor verschmutze Bereiche, indem Sie dort Bewegungsmelder, Futternäpfe, ein Katzenbett oder Spielzeug platzieren. Sie können auch Kunststoff, Folie oder doppelseitiges Teppichklebeband verwenden, um diese Bereiche zu schützen.
- Wenn Ihre Katze eine Vorliebe für die Badewanne oder das Waschbecken entwickelt hat, lassen Sie dort eine Handbreit Wasser stehen, damit Ihre Katze sich dort nicht mehr entleert.
- Durch das Verschieben von Möbeln und das Schließen von Türen unterbinden Sie den Zugang des Haustiers zu zuvor verschmutzen Bereichen. In einigen Fällen, zum Beispiel in Zimmerecken, können Sie an der Stelle, die die Katze zuvor verschmutzt hat, eine Katzentoilette platzieren.
Markieren: Das ist mein Revier!
Als Markieren bezeichnet man den Vorgang, wenn eine Katze sich an eine aufrechte Fläche stellt und einen Urinstrahl darauf richtet. Damit markiert sie ihr Revier. Das Markieren kann folgende Ursachen haben:
- Ihre Katze hat das Gefühl, dass jemand in ihr Revier eindringt.
- Ihre Katze ist verängstigt.
- Nachbarkatzen sind zu Besuch, oder es leben zu viele Katzen in der Wohnung.
Streuner und Nachbarkatzen
Im Freien lebende Katzen können oft der Anlass für das Markieren sein. Sie sollten streunende Katzen und Nachbarkatzen davon abhalten, Ihr Grundstück zu besuchen, indem Sie alles entfernen, was für sie von Interesse sein könnte. Dabei kann es sich beispielsweise um Vogelhäuschen, Müll oder Nahrung handeln.
- Benachrichtigen Sie das Tierheim, damit streunende Katzen eingefangen werden.
- Wenn Sie andere Katzen nicht davon abhalten können, auf Ihrem Grundstück aufzutauchen, sollten Sie verhindern, dass Ihre Katze sie sieht. Halten Sie Ihre Katze von Fenstern und aus Räumen fern, von denen aus sie die anderen Katzen im Freien sehen kann.
- Bewegen Sie Möbelstücke vom Fenster weg, schließen Sie Vorhänge oder verändern Sie Fensterbretter so, dass Ihre Katze nicht dort sitzen und nach draußen sehen kann.
- Reinigen Sie Fenster und Türen sowohl an der Innen- als auch an der Außenseite von Uringeruch.
- Wenn andere Haustiere im Haushalt zu dem Problem beitragen, trennen Sie sie von Ihrer markierenden Katze.
- Wenn Ihr Kater noch nicht kastriert wurde, ziehen Sie diesen Eingriff in Erwägung. Die meisten Kater hören anschließend mit dem Markieren auf.
- In schwierigen Fällen sind unter Umständen Medikamente erforderlich, damit Ihre Katze das Markieren einstellt. Wenn Sie das Problem nicht in den Griff bekommen, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt. Medikamente wirken unter Umständen nicht bei jeder Katze. Bei einigen Katzen sind sie jedoch eventuell das einzig wirksame Mittel.
Was Sie vermeiden sollten
Eine Bestrafung ist nur selten wirksam und kann Probleme sogar noch verschlimmern, besonders wenn sie hart ist oder zeitverzögert erfolgt. Unter keinen Umständen sollten Sie Ihre Katze schlagen oder auf sonstige Weise körperlich bestrafen. So ist es beispielsweise sinnlos, die Nase Ihrer Katze in den verschmutzen Bereich zu drücken. Dadurch kann das Problem sogar noch verstärkt werden. Wenn Sie Ihre Katze grob behandeln und sie anschließend in die Katzentoilette setzen, kann dies dazu führen, dass die Katze negative Assoziationen mit der Katzentoilette verbindet.
Wenn Sie feststellen, dass Ihre Katze ihr Geschäft an einem ungeeigneten Ort verrichtet, können Sie sie mit einer Wasserpistole bespritzen oder ein lautes Geräusch machen, um sie abzulenken. Versuchen Sie dabei, Ihre Katze nicht merken zu lassen, dass diese Maßregelung von Ihnen ausgeht. Wenn diese Vorschläge nicht helfen, fragen Sie Ihren Tierarzt, ob es hilfreich sein könnte, einen Tierpsychologen zu konsultieren.

