Flohbekämpfung

Behandlung von Symptomen und Problemen im Zusammenhang mit Flöhen bei Hunden und Katzen

In diesem Bereich:

Flöhe verursachen Leiden

Der Flohzyklus

Allergien gegen Flohbisse

Medizinische Probleme im Zusammenhang mit Flöhen

Mythen

Produkte zur Verhinderung von Flöhen

Produkte zur Entflohung

Vorsichtsmaßnahmen

Beispielplan für die Entflohung und Maßnahmen zur Verhinderung neuer Flöhe

Flöhe verursachen Leiden

Flöhe können einem Hund oder einer Katze das Leben zur Hölle machen. Ein einziger Flohbiss kann einem Tier, das dagegen allergisch ist, schlimme Qualen bereiten, da es sich an der gereizten Hautstelle ständig reiben und kratzen möchte. Der unangenehme Juckreiz kann so stark werden, dass das Tier sich kratzt, bis es blutet.

Flöhe leben auf unterschiedlichen Tierarten auf der ganzen Welt und verursachen eine Reihe von Gesundheitsproblemen, ganz besonders in Gegenden mit einem warmen Klima.


Der Flohzyklus

Flöhe verbringen den größten Teil ihres Lebens nicht auf einem Tier. Ihr Lebenszyklus umfasst eine Ei- und eine Kokonphase. Während ausgewachsene Flöhe relativ einfach mit den auf dem Markt erhältlichen Insektiziden getötet werden können, sind Flöhe in der Ei- und Kokonphase äußerst resistent.

Der gesamte Lebenszyklus des Flohs (vom Ei zur Larve, von der Larve zum Kokon, vom Kokon zum ausgewachsenen Floh) beträgt zwischen 14 Tagen bei warmem, feuchtem Wetter bis hin zu mehreren Wochen oder Monaten unter extremen klimatischen Bedingungen.

Der ausgewachsene Floh muss sich vom Blut Ihres Haustiers ernähren, um zu überleben. Flöhe können zwischen 40 und 90 cm hoch springen! Verglichen mit ihrer Größe ist das so hoch, als wenn ein Mensch über den Kölner Dom springen würde!

  • Jeder Versuch der Entflohung muss sich sowohl auf das Tier als auch auf die Wohnumgebung beziehen, damit er erfolgreich ist.

  • Genauso wichtig ist es, die Behandlungen so zu koordinieren, dass der Lebenszyklus des Flohs durchbrochen wird und dass die Wohnumgebung und das Tier gleichzeitig behandelt werden.


Allergien gegen Flohbisse

Flöhe können die sogenannte allergische Dermatitis auslösen. Da einige Hunde und Katzen allergisch auf den Speichel von Flöhen reagieren, führt bereits ein einziger Flohbiss dazu, dass das Tier an der Bissstelle herumkaut und kratzt. Das führt zu Rötungen, Entzündungen und Haarausfall. Ein oder zwei Flöhe auf einem allergischen Tier können dieselbe Reaktion auslösen wie hundert Flohbisse.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Hund mit einer vollwertigen und ausgewogene Nahrung mit einem ausgewogenen Fettsäurenverhältnis (zwischen 5 und 10 Omega-6-Fettsäuren auf jeweils 1 Omega-3-Fettsäure) füttern, damit seine Haut und sein Fell gesund bleiben.

Manche Tiere benötigen sogar Medikamente, mit denen das Kratzen und Kauen unter Kontrolle gebracht wird, damit die Flöhe bekämpft werden können. Tiere mit schwerer allergischer Dermatitis benötigen unter Umständen während der heißen, feuchten Monate, in denen Flöhe am aktivsten sind, verschreibungspflichtige Medikamente.

Bedenken Sie jedoch, dass die Verwendung solcher Medikamente kein Ersatz für eine umfassende Flohbekämpfung sein kann.


Medizinische Probleme im Zusammenhang mit Flöhen

  • Hautinfektionen: Bei Tieren mit Flohbefall sind häufig rote Flecken zu sehen. Diese roten Flecken können durch das intensive Kratzen und Lecken verursacht werden, das manche Tiere zeigen. Auch bei nicht allergischen Tieren können solche roten Flecken als Folge von Problemen auftauchen, die nicht im Zusammenhang mit Flöhen stehen.

  • Bandwürmer: Flöhe sind ein wichtiges Verbindungsglied im Lebenszyklus des Bandwurms im Hund und in der Katze. Im Rahmen eines guten Entflohungsprogramms sollten Sie Ihr Haustier auch auf Bandwürmer behandeln. Der Bandwurm ist ein segmentierter Wurm, der nur selten im Ganzen ausgeschieden wird. In den meisten Fällen können Sie im Stuhl einzelne weiße Segmente feststellen, die in ihrem Aussehen Reiskörnern ähneln.

  • Anämie: Ein Haustier mit starkem Flohbefall kann eine bedeutende Menge an Blut verlieren. Dies kann zu einer verringerten Widerstandsfähigkeit gegenüber anderen Krankheiten und zu einem lethargischen Verhalten bei Ihrem Haustier führen.


Mythen

  • Das Füttern von Bierhefe verhindert Flohbefall ... Es gibt keinerlei Beweise dafür, dass das Füttern von Bierhefe eine Wirkung auf Flöhe hat.

  • Das Füttern von Knoblauch oder Zwiebeln verhindert Flohbefall ... Wenn Sie Ihrem Haustier Knoblauch oder Zwiebel füttern, bekommt es zwar schlechten Atem, auf Flöhe hat dies jedoch keinerlei Auswirkungen. Tatsächlich können große Mengen von Zwiebeln für Hunde oder Katzen sogar giftig sein.


Produkte zur Verhinderung von Flöhen

In den letzten Jahren sind einige äußerst effektive Produkte zur Verhinderung von Flöhen auf den Markt gekommen. Diese Produkte verhindern entweder die Fortpflanzung von Flöhen oder halten Flöhe vom Beißen ab.

Sie sind nur beim Tierarzt erhältlich und müssen einmal monatlich oral verabreicht oder äußerlich angewendet werden.

Durch die orale Anwendung werden ausgewachsene Flöhe, die sich bereits auf dem Tier befinden, nicht getötet. Nach einem Zeitraum von 60 Tagen nach der ersten Behandlung treten jedoch im Allgemeinen keine Flöhe mehr auf. Durch die äußerlich anwendbaren Medikamente werden ausgewachsene Flöhe getötet, was dem Tier praktisch sofort Erleichterung verschafft.

Greifen Sie zu einem dieser Produkte, um Flöhe zu verhindern. Die meisten Tierbesitzer stellen bei ordnungsgemäßer Anwendung eine deutliche Verbesserung im Befinden ihres Tieres fest.


Produkte zur Entflohung

  • Flohhalsbänder: Flohhalsbänder können bei Katzen und Hunden mit einem Gewicht von weniger als 9 kg wirksam sein. Bei größeren Hunden oder Tieren, die allergisch auf Flöhe reagieren, sind sie im Allgemeinen weniger wirksam. Bei allergischen Hunden sind Lösungen meist wirksamer. Da Lösungen und Halsbänder nicht gleichzeitig verwendet werden sollten, ist bei solchen Tieren die Verwendung von Lösungen sinnvoller.

  • Flohpuder: Wirksam, wenn es häufig angewendet und sorgfältig in das Fell eingearbeitet wird. Flohpuder ist außerdem sinnvoll für die punktuelle Behandlung des Tierbettes und kleinerer Bereiche, die das Tier regelmäßig aufsucht.

  • Flohlösungen: Bei diesen Produkten handelt es sich um Konzentrate, die verdünnt und mit einem Schwamm auf das Tier aufgetragen werden müssen. Feuchten Sie das Fell Ihres Haustiers gut an, bevor Sie die Lösung mit einem Schwamm auftragen. Lassen Sie Ihr Haustier anschließend trocknen; reiben Sie es nicht mit einem Handtuch trocken. Abhängig von der Marke müssen Sie diesen Vorgang alle 7 bis 21 Tage wiederholen. Achten Sie darauf, dass Sie die Verdünnungsanweisungen des Herstellers immer genau befolgen.

  • Floh-Shampoos: Hierbei handelt es sich um ausgezeichnete Produkte, die hervorragend funktionieren, wenn sie entsprechend den Anweisungen verwendet werden. Sie bleiben jedoch im Allgemeinen nicht am Tier haften. Aus diesem Grund sollten Sie nach dem Shampoo eine Lösung, Flohpuder oder ein Flohhalsband verwenden.

  • Fogger: Hierbei handelt es sich um „Sprühbomben“, die im Haus verwendet werden, um Flöhe und Eier abzutöten, die sich im Teppichboden oder in den Möbeln befinden. Einige Fogger sind als Sprays erhältlich, mit denen Sie unter Möbel und auf den Teppich sprühen können. Halten Sie sich genau an die Herstelleranweisungen.

  • Außensprays: Diese Konzentrate können verdünnt und im Freien auf Bereiche gesprüht werden, die entfloht werden sollen. Zu den sichersten erhältlichen Produkten gehört Malathion. Nach den ersten beiden Anwendungen ist eine Folgeanwendung in sechswöchigem Abstand ausreichend. Befolgen Sie auch hier genau die Herstelleranweisungen bezüglich Verdünnung und Anwendung.


Vorsichtsmaßnahmen

  • Befolgen Sie alle Anweisungen äußerst sorgfältig.

  • Verwenden Sie Flohhalsbänder nicht gemeinsam mit Lösungen, Pudern oder Sprays, sofern Ihr Tierarzt die gemeinsame Verwendung nicht ausdrücklich empfohlen hat.

  • Bewahren Sie verdünnte Lösung nicht auf. Entsorgen Sie ungenutzte Portionen.

  • Wenn Sie glauben, dass Sie ein bestimmtes Produkt nicht gefahrlos auf Ihrem Haustier oder in Ihrer Wohnung anwenden können, fragen Sie vor der Anwendung Ihren Tierarzt um Rat.


Beispielplan für die Entflohung und Maßnahmen zur Verhinderung neuer Flöhe

1. Tag

  • Haustiere behandeln

  • Wohnraum mit Fogger behandeln

  • Außenspray einsetzen

  • Programm zur Verhinderung von Flöhen starten
15. Tag

  • (bzw. den Anweisungen gemäß) Außenanwendung wiederholen
30. Tag

  • (bzw. den Anweisungen gemäß) Äußerliche und orale Behandlung der Haustiere wiederholen

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