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Fettleibigkeit bei Katzen

Fettleibigkeit bei Katzen

Eine fettleibige Katze ist kein schöner Anblick. Sie wirkt schwerfällig und ungeschickt und ist ganz offensichtlich nicht fit. Da sie zunehmend unbeweglich ist, kann sie sich außerdem nicht gründlich lecken und bekommt deshalb Hautprobleme. Überdies haben fettleibige Katzen ein erhöhtes Diabetesrisiko und vertragen Narkosen und chirurgische Eingriffe schlecht.

Fettleibigkeit entsteht, wenn ein Tier ständig mehr Kalorien zu sich nimmt, als es verbrennt. Mögliche Ursachen sind Überfütterung, mangelnde Bewegung, Fortpflanzung, Umwelt, Körperbau, Alter und Erbanlagen.

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Fitnesstest

Ein Fitnesstest liefert wichtige Anhaltspunkte für eine Bewertung des ernährungsphysiologischen Wohlbefindens Ihrer Katze und kann die Fettleibigkeitsdiagnose unterstützen. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, die Richtlinien der Katzenfitness-Fibel für einen einfachen Test durchzulesen.

Cat Body Conditions
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Suchen Sie den Tierarzt auf

Tierärzte sind tagtäglich mit Gewichtsproblemen konfrontiert. Wenn Sie Ihre Katze für übergewichtig oder fettleibig halten, empfiehlt sich ein kompletter Gesundheitscheck beim Tierarzt.

Der wird Ihnen einige Fragen stellen, beispielsweise wie viel Ihre Katze frisst und wie viel Bewegung sie hat. Wenn Sie diese Fragen ehrlich beantworten, kann der Tierarzt Ihnen geringfügige Umstellungen zur Gewichtsnormalisierung empfehlen. Möglicherweise wird Ihr Tierarzt auch ein paar Tests durchführen, da Fettleibigkeit in manchen Fällen medizinische Ursachen haben kann. Diese sollten ausgeschlossen werden, bevor Sie mit einem Gewichtsabnahme- oder Gewichtskontrollprogramm anfangen.

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Los geht’s

Falls Ihr Tierarzt Ihnen als ersten Schritt eine Reduzierung der Futtermenge empfiehlt, befolgen Sie seinen Rat.

Sie können versuchen, die Tagesration auf mehrere kleinere Mahlzeiten (idealerweise mindestens 3 - 4 pro Tag) zu verteilen und den Rest jeweils nach 30 Minuten wegzustellen.

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Gewichtreduzierende Diät

Möglicherweise wird Ihr Tierarzt Ihnen empfehlen, die Nahrung Ihrer Katze auf gewichtreduzierende Kost umzustellen. Sie müssen aber weiterhin die Futtermengen im Auge behalten.

Eine kalorienarme Diät, bei der bestimmte Fette durch hochverdauliche Kohlenhydrate ersetzt werden, ist eine sinnvolle Lösung. Verdauliche Kohlenhydrate enthalten weniger als halb so viele Kalorien wie die gleiche Menge Fett und sind wesentlich verdaulicher als Ballaststoffe. Nahrung mit hohem Ballaststoffanteil kann die Verdauung und Aufnahme zahlreicher Nährstoffe beeinträchtigen und außerdem häufigen Stuhlgang sowie Haut- und Fellprobleme verursachen. Eine Nahrung mit Kohlenhydraten aus Mais und Sorghumhirse ermöglicht niedrigere Blutzucker- und Insulinwerten als eine Nahrung, deren Kohlenhydratanteil in erster Linie durch Reis gestellt wird. Niedrige Blutzucker- und Insulinwerte tragen wiederum tragen zur Gewichterhaltung bei.

Auch L-Carnitin, eine vitaminähnliche Verbindung, die die Fettverbrennung ankurbelt, kann die Gewichtsabnahme beschleunigen. Vitamin A ist ein weiterer, im Kampf gegen die Leibesfülle wirksamer Nährstoff. Eine erhöhte Zunahme von Vitamin A über die Nahrung verringert bei Katzen nachweislich die Tendenz zur Gewichtszunahme.

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Nahrungsumstellung

Nahrungsumstellung kann für Vierbeiner Stress bedeuten. Wenn Ihr Tierarzt sie empfiehlt, gehen Sie schrittweise vor.

Beginnen Sie mit einer Tagesration, die zu 25 % aus neuem und 75 % aus gewohntem Futter besteht. Am nächsten Tag reichen Sie eine Mischung aus 50 % neuem und 50 % gewohntem Futter. Erhöhen Sie in den folgenden Tagen den Anteil an neuem Futter, bis Sie die Nahrung ganz darauf umgestellt haben. Auf diese Weise erhöhen Sie die Chancen, dass Ihr Vierbeiner das neue Futter annimmt und vermindern das Risiko von Magenverstimmungen.

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Lass uns Ballspielen!

Eine andere Möglichkeit abzunehmen besteht darin, sich mehr zu bewegen. Besorgen Sie Ihrer Katze einen Kletterbaum. Bringen Sie Ihrer Katze Fangenspielen bei. Kaufen oder erfinden Sie Spiele, die zur Bewegung anregen. Viele Katzen jagen gern Lichtpunkte von Laserpointern oder Taschenlampen. Ein Halter hatte die pfiffige Idee, seiner Katze die Trockenfutterration bissenweise in die Luft zu werfen! Im Handel wird Beschäftigungsspielzeug für Katzen angeboten, in das man das Futter hineinlegt, statt es im Napf zu reichen. Wieder andere Katzen mögen es, an der Leine laufen zu lernen. Sie können auch den natürlichen Jagdinstinkt der Katze nutzen, um ihr beim Abnehmen zu helfen, indem Sie kleine Portionen ihrer täglichen Futterration an verschiedenen Stellen des Hauses verstecken. Wenn Sie mehrgeschossig wohnen, können Sie Ihre Katze so mit Treppenlaufen auf Trab halten. Alles ist erlaubt, vorausgesetzt Sie achten darauf, dass die fettleibige Katze sich nicht überanstrengt oder übermäßig erhitzt oder außer Atem gerät. Bedenken Sie außerdem, dass eine alte Katze möglicherweise nicht zu großer körperlicher Anstrengung in der Lage ist.

Belohnen Sie die Katze nicht mit Leckerlis, sondern indem Sie mit ihr spielen oder sprechen, sie bürsten oder streicheln. Wenn Sie Ihrer übergewichtigen Katze nicht widerstehen können, wenn Sie am Tisch bettelt, sperren Sie sie während der Mahlzeit aus. Sind mehrere Katzen in einem Haushalt vorhanden, dann ist der Gewinner beim Futterraffen meist die fettleibige Katze. Wenn dies bei Ihnen der Fall sein sollte, trennen Sie die Katzen, wenn möglich, während der Mahlzeiten.

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Geduld

Es ist einfacher, der Fettleibigkeit vorzubeugen als sich ihrer zu entledigen, aber es nie zu spät. Vorausgesetzt, man bringt langfristig Geduld und Engagement mit. Gewichtsabnahme ist bei Katzen ein Geduldsspiel. Kürzt man ihnen die Portionen allzu drastisch, können sie andere Gesundheitsprobleme davontragen.

Die besten Waffen im Kampf gegen Fettleibigkeit heißen: mehr Bewegung, Verhaltensumstellung bei Katze und Halter und kalorienreduzierte Kost. Doch auch, wenn Sie all das beherzigen, sollten Sie sich auf eventuelle Rückschläge und Plateau-Effekte einstellen. Eine fettleibige Katze braucht mindestens vier Monate, um 15 % ihres Ausgangsgewichts zu verlieren.

In dieser Phase sollten Sie erneut den Gesundheitszustand der Katze checken und erst dann mit dem Abnehmen weitermachen.

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Tipps für den Start eines Gewichtskontrollprogramms

  • Sprechen Sie sich zunächst mit Ihrem Tierarzt ab.
  • Streichen Sie Belohnungen in Form von Leckerlis.
  • Teilen Sie die tägliche Futterration in mehrere kleine Mahlzeiten auf.
  • Verabreichen Sie ein Spezialfutter zur Gewichtsreduzierung.
  • Wiegen Sie Ihre Katze alle zwei Wochen.
  • Katzen sollten pro Woche nicht mehr als 1 bis 1,5 % ihres Ausgangsgewichts verlieren.
  • Seien Sie geduldig und bleiben Sie am Ball!

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