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Haushalte mit mehreren Katzen

Mit mehreren Katzen leben ist nach Auffassung der Tierärztin und Verhaltensforscherin Sharon Crowell-Davis, Professor am College of Veterinary Medicine der Universität von Georgia, Athen (USA), anregend und eine sehr gute Sache. „Die vorgefasste Meinung, dass Katzen Einzelgänger wären“, so Crowell-Davis „stimmt einfach nicht. Katzen sind soziale Wesen und gern in Gesellschaft von Artgenossen. Bei unseren Untersuchungen haben wir herausgefunden, dass verwilderte und streunende Katzen oft komplexe soziale Gefüge bilden. Sie zupfen sich gegenseitig das Fell, schenken anderen Beachtung und spielen miteinander; wenn sie Einzelgänger wären, würden sie das nicht tun.“

two cats on window sill

Crowell-Davis bedauert, dass viele Leute nur eine Katze aufziehen und sich entschließen, eine zweite Katze zu nehmen, wenn die erste schon fünf oder sechs Jahre alt ist und sich nie an andere Katzen hat gewöhnen können.

„Eine Katze“, so die Verhaltensforscherin weiter, „die keine Artgenossen gewohnt ist, wird als Erwachsene sozial inkompetent. Aber bei einem Kind, das ohne Schulunterricht sozial vereinzelt aufwächst, nicht das Gleiche passieren? Sozialverhalten wird hauptsächlich durch Lernen erworben.“

Crowell-Davis ermutigt Tierheime, Wurfgeschwister paarweise oder im Dreierpack zur Adaption freizugeben, je nachdem, ob die Familie noch andere Haustiere hat. Ideal ist ihrer Meinung nach eine Königin (Katzenmutter) mit zwei Jungen. „Unsere Forschungen“, fügt sie hinzu „haben gezeigt, dass solche Kätzchen selbstbewusst und in sich gefestigt sind.“

Der Trick besteht darin, jede neue Katze langsam und allmählich in den Mehr-Katzen-Haushalt einzuführen. „Man geht ja auch nicht davon aus“, so Crowell-Davis weiter, „dass zwei x-beliebige Menschen, die sich noch nie begegnet sind, miteinander klarkommen. Warum sollte das bei Katzen so sein?“

Belohnen Sie die Katzen bei der Begegnung mit superleckerem Futter. „Geben Sie den Katzen einen Grund, sich zu mögen“, meint Amy Shojai, Autor des 2005 bei Evans and Company, New York, NY, erschienen Werks „PETiQuette: Solving Behavior Problems in Your Multi-Pet Household“ (Verhaltensprobleme in Ihrem Mehr-Haustier-Haushalt lösen).

„Lernen Sie, wie Katzen Raum nutzen“, ergänzt die St. Louis, Missouri, praktizierende Tierärztin und Verhaltensforscherin Dr. Debra Horwitz. „Katzen nutzen Raum vertikal. Bieten Sie ihnen also Klettermöglichkeiten an. Jede der Katzen sucht sich ihre Lieblingsplätze aus, manche teilen sich ihre mit anderen, andere nicht."" Bedarfsartikel wie Futternäpfe und Katzenklos sollten an verschiedenen Stellen des Hauses und nicht am gleichen Ort stehen.

„Angenommen“, so Shojai weiter, „Sie haben zwei Katzen und zwei bis drei Streukisten, was (bei zwei Katzen) gut so ist; das Problem aber ist, dass diese im gleichen Raum stehen. Die dominantere der beiden wird möglicherweise versuchen, die andere von den Kisten fernzuhalten, indem sie sich in den Eingang setzt. Pokerspielen nenne ich das – ein kurzer Blick bzw. die Anwesenheit einer Katze wird von den anderen bereits als Drohgebärde verstanden. Katzenklo-Scherereien sind das Problem in Mehr-Katzen-Haushalten, dabei kann man sie meistens vermeiden, indem man die Kisten an unterschiedlichen Stellen im Haus aufstellt.“

Das gleiche, meint Shojai, gelte für die Fütterung der Katzen. Katzenhalter versuchen in der Regel, ihre Tiere zur Fütterungszeit zu trennen, um Probleme zu vermeiden, was allerdings meistens nicht gelingt. Zur Lösung dieses Problems hat IAMS ausgehend von den Erkenntnissen von Verhaltensforschern sein Multi-Cat, eine neue „intelligente“ Allround-Rezeptur für erwachsene Katzen, entwickelt. Die Grundidee ist die, dass man mindestens so viele Futterstellen einrichtet wie es Katzen im Haus gibt und die Katzen dann ihr Futter „jagen“ lässt.

„Wir alle sind im Alltag sehr beschäftigt“, fügt Shojai hinzu. Drei Katzen mit drei unterschiedlichen Nahrungen füttern, das ist recht aufwändig.“

IAMS-Mitarbeiter David Morgan erläutert, dass Multi-Cat L-Carnitin, einen Nährstoff, der bei übergewichtigen Katzen zur Fettverbrennung beiträgt, sowie hochwertiges Protein enthält, das den Erhalt und Ausbau der Muskelmasse bei Katzen mit Idealgewicht fördert. „Es enthält“, so Morgan weiter „eine für alle Katzen sehr wichtige, ausgewogene Mischung von Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren. Zusätzliches Vitamin E stärkt insbesondere bei älteren Katzen das Immunsystem. Außerdem wird die Haarballenbildung reduziert.”

Manchmal aber sind es einfach zu viele Katzen, und wenn Sie die Ratschläge der Verhaltensforscher noch so geflissentlich befolgen. „In unserem Wohnumfeld“, meint Horwitz „haben Katzen nicht die Möglichkeit, ihre Gruppe nach Belieben zu verlassen und zu ihr zurückzukommen. Wenn alle Katzen die Gelegenheit haben sollen, eine Beziehung zu ihrem Halter aufzubauen, dann muss dieser Zeit für jede einzelne Katze in seinem Haus haben. Und jede Katze muss leichten Zugang zu den Ressourcen haben.“

„Ihr Wunsch“, meint Shojai, „Katzen in Not zu helfen, beweist dass, Sie das Herz am rechten Fleck haben. Aber wenn Ihr Haus voll mit Katzen ist, die ihr Revier markieren, dann sind diese nicht glücklich und vermutlich zu viele davon am selben Ort. Ihre Liebe kennt vielleicht keine Grenzen, aber Ihre Finanzen und Räumlichkeiten ermöglichen es Ihnen vielleicht nicht, mehrere Katzen artgerecht zu versorgen. Meine Regel lautet: nicht mehr Katzen als Räume im Haus.“

„Die meisten Leute“, fügt Horwitz hinzu „sind vernünftig. Und ich bin froh, dass es in den meisten Haushalten mehr als eine Katze gibt, das ist besser für die Katzen.“"

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