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Verrückt nach Katzenminze

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Manche Katzen können gar nicht genug davon bekommen, doch ist zu viel Katzenminze schädlich? Hier einige Hinweise zu dem beliebten Kraut Ein Spielzeug mit Katzenminze kann einer übergewichtigen Katze Lust auf dringend notwendige Bewegung machen.

Wenn Flocke am Teppich riecht, den Kopf schüttelt, sich Kinn und Backen reibt, sich schnurrend hinplumpsen lässt, Achterfiguren dreht, urplötzlich aufspringt oder einer imaginären Maus hinterherjagt, fragen Sie sich vielleicht: Ist meine Katze jetzt total neben der Spur? Nein, sie hat nur Katzenminze geschnuppert. Und wie kommt es, dass Katzen davon ausflippen? Die Blätter der Katzenminze geben beim Zerreiben ein besonderes Öl ab, das anregend oder entspannend, aber auch beängstigend wirken kann.

Jede Katze reagiert anders darauf. Der von der Katzenminze freigesetzte Duft spricht ein Lustzentrum im Gehirn der Katze an und macht die Katze „high“. Doch nicht alle Katzen sprechen auf das wundersame Kraut an. „Die meisten Katzen“, so Dr. Carol Tice, Tierärztin in der Katzenklinik von Cary, North Carolina, „besitzen das Katzenminze-Gen. Entweder haben sie von Geburt die Fähigkeit, Katzenminze zu erkennen und darauf zu reagieren, oder sie haben sie nicht.“ Dass Ihr Kätzchen mit dem Katzenminze-Spielzeug nichts anfangen kann, hängt vielleicht damit zusammen, dass Katzenminze bei ganz jungen Katzen keine Wirkung hat. „Bei Kätzchen wirkt sie vermutlich ab einem Alter von 3 - 8 Monaten”, so Tice weiter.

Katzenminze wird oft auch als Aphrodisiakum für Katzen bezeichnet. „Das durch Katzenminze bei manchen Katzen hervorgerufene Verhalten erinnert an das Verhalten einer rolligen Katze“, erläutert die Tierärztin weiter. Wenn sie überhaupt darauf anspricht, reagiert Ihre Katze nicht unbedingt wie andere Katzen. „Es gibt“, so Dr. Tice, „keine typische Reaktion auf Katzenminze, auch wenn sie die meisten Katzen närrisch macht. Manche Katzen rollen sich, manche stoßen sich, andere entspannen sich, wieder andere werden aufgedreht oder gereizt. Eine ansonsten friedliche Katze verhält sich plötzlich aggressiv gegenüber anderen Katzen. Bei manchen Katzen regt sie den Appetit an und kann sogar Ängste abbauen oder beruhigend wirken.

Je mehr, je besser?

Kann zu viel Katzenminze Ihrer Katze schaden? Nach Einschätzung von Dr. Tice ist Katzenminze absolut harmlos und nicht süchtig machend. Erscheinungen wie „Kater“ nach dem Genuss von Katzenminze sind ihr nicht bekannt. Wie lange die Wirkung anhält, hängt von der Katze und von der inhalierten Menge ab, meist aber nicht mehr als 15 bis 20 Minuten.

Ziehen Sie selbst Katzenminze

Säen Sie die Katzenminze im Frühjahr draußen an einem sonnigen Plätzchen aus. Nach ein bis zwei Wochen beginnt die Saat aufzugehen. Sie können stattdessen auch Stecklinge direkt in den Boden pflanzen. Nach der Blüte schneiden Sie die Pflanze um 10 bis 20 cm zurück. (Die Pflanze wächst wieder nach und blüht in der folgenden Saison erneut, falls der Winter nicht zu streng ist).

Zum Trocknen streifen Sie die Blätter von den Stängeln ab, verteilen Sie sie in 5 cm dicken Schichten auf Ablagen und stellen diese an einem gut belüfteten Ort auf. Mischen Sie die Blätter in den kommenden zwei, drei Wochen zweimal täglich durch und füllen Sie in einen luftdichten Behälter, sobald sie sich zerbröseln lassen. Streuen Sie sie auf den Boden – z. B. neben dem Kratzbrett – oder stopfen sie in einen ausgedienten Strumpf, den Sie danach verschließen – schon ist das Katzenspielzeug fertig!

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